ambulantes Operationsspektrum 
Frauenheilkunde 

Operationen an der Gebärmutter

Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)

Die Gebärmutterspiegelung ermöglicht dem Arzt über den natürlichen Zugangsweg der Scheide einen direkten Blick in das Innere der Gebärmutter. Verschiedene krankhafte Prozesse der Gebärmutter wie Blutungsstörungen, Sterilitätsprobleme, auffällige Befunde im Ultraschall oder Missbildungen der Gebärmutter können auf diese Weise abgeklärt werden.
 Darüber hinaus bietet die Gebärmutterspiegelung dem Arzt heute die Möglichkeit, unter direkter Sicht auch operative Eingriff im Inneren der Gebärmutter durchzuführen. So können z.B. in das Innere der Gebärmutter ragende Schleimhautauswüchse (Polypen) entfernt werden. Bei übermäßig starken Periodenblutungen, die sich nicht durch Medikamente stoppen lassen, besteht auch die Möglichkeit, die gesamte Gebärmutterschleimhaut zu entfernen (Endometriumablation, CAVATERM).

 

Was geschieht bei diesem Eingriff?

Sie werden wie bei der Routineuntersuchung beim Frauenarzt gelagert. Zuerst werden Schamlippen, Scheide und ein Teil der Oberschenkel desinfiziert. Der Gebärmuttermund wird mit speziellen Instrumenten festgehalten und der Gebärmutterhals (Zervix) falls nötig vorsichtig erweitert.

 Anschließend wird ein 3-5 mm dünner Lichtstab (Hysteroskop) über die Scheide in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Da die Gebärmutter im Normalzustand nicht entfaltet ist, wird sie durch das Einbringen von Gas (Kohlendioxid) aufgedehnt und aufgefaltet.

 Der Lichtstab ist über eine Videokamera mit einem Bildschirm verbunden. Der Arzt kann auf diese Weise die vergrößerte Innenseite der Gebärmutter und die Abgänge der Eileiter genau betrachten. Polypen oder Muskelknoten können jetzt abgetragen werden. Das entfernte Gewebe wird anschließend an den Pathologen zur feingeweblichen Untersuchung geschickt. Auch im Inneren der Gebärmutter verloren gegangene Spiralen zur Empfängnisverhütung können mit einer kleinen Zange gefasst und herausgezogen werden.

 Bei der Entfernung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumablation) wird mit speziellen Instrumente die gesamte Gebärmutterschleimhaut bis zur Muskelschicht entfernt bzw verödet.

 

Welche Betäubungsmethode wird in der Regel angewandt?
 
Operative Eingriffe mittels Gebärmutterspiegelung werden in der Regel in Vollnarkose durchgeführt.
 
Wie lange dauert der Eingriff durchschnittlich?
 
Je nach Art der bei Ihnen notwendigen Maßnahmen dauert der Eingriff zwischen 10 und 45 Minuten.
 
Wie ist das Risiko einzuschätzen?
 
Die operative Gebärmutterspiegelung ist ein sehr schonender und komplikationsarmer Eingriff. Über sehr seltene, aber nicht hundertprozentig auszuschließende Komplikationen wir Verletzungen der Gebärmutter, Thrombose oder Infektionen wird Ihr Arzt Sie vor dem Eingriff umfassend aufklären.
 
Was müssen Sie vor dem Eingriff beachten?
 
Am Tag des Eingriffs sollten Sie nüchtern in die Praxis kommen, d.h. für Sie mindestens 6 Stunden vor dem Eingriff nicht essen, trinken rauchen oder Kaugummi kauen. Falls Sie regelmäßig Medikamente brauchen, können Sie diese in Absprache mit dem Narkosearzt mit etwas Wasser wie gewohnt einnehmen.
Vor einer Entfernung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumablation) empfiehlt der Arzt möglicherweise eine hormonelle Vorbehandlung, um die Dicke der Schleimhaut schon im Vorfeld zu vermindern.
 
Was geschieht nach dem Eingriff und was ist zu beachten?
 
Auch bei ambulanten hysteroskopischen Operationen bleiben Sie nach dem Eingriff noch für einige Stunden unter Beobachtung – so lange bis Sie sich fit für den Heimweg fühlen. Die Narkose wird relativ schnell nachlassen, so dass sie bald wieder ansprechbar sind. Bis Sie wieder einen völlig klaren Kopf haben, kann es aber noch etwas länger dauern. Sie dürfen daher am Tag des Eingriffs nicht selbst Auto fahren und sollten sich auch nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg machen. Lassen Sie sich von Angehörigen oder Freunden abholen oder nehmen Sie ein Taxi nach Hause. Noch mehrere Stunden nach dem Eingriff können sie erschöpft und schläfrig sein. Legen Sie sich also ruhig ins Bett und ruhen sich aus. Einige Schritte sollten Sie aber noch am Operationstag laufen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Grundsätzlich ist zu gewährleisten, dass Sie 24 Stunden nach dem Eingriff nicht allein zu Hause sind - ansonsten ist eine ambulante Operation nicht geeignet. 

In der Regel ist die Erholungsphase nach einer operativen Gebärmutterspiegelung sehr kurz und schmerzarm. Eventuell spüren sie in den ersten Zeit nach dem Eingriff leicht ziehende Schmerzen, ähnlich den normalen Menstruationsbeschwerden. Hierüber brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. 
Die ersten Tage nach dem Eingriff besteht eventuell noch eine Wundblutung, wobei der Blutverlust dabei meist sehr gering ist. Nachfolgend kann noch für etwa 14 Tage bis zur nächsten Regelblutung ein blutig/bräunlicher Ausfluss bestehen.

 Da der Muttermund in der ersten Zeit noch etwas geöffnet ist sollten Sie den ersten drei Wochen nach dem Eingriff nicht baden oder Schwimmen gehen, keinen Geschlechtsverkehr haben, keine Tampons benutzen und auf Saunabesuche verzichten. Eine körperliche Schonung wird je nach Ausmaß des Eingriffs für etwa eine Woche empfohlen.
 
Wann findet in der Regel der nächste Arzttermin statt?
 
Noch am Tag des Eingriffs, wird Ihr Arzt Ihnen mitteilen, wann Sie zur nächsten Kontrolluntersuchung wiederkommen sollen. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie diesen Termin unbedingt einhalten. Zu diesem Zeitpunkt liegt Ihrem Arzt dann ggf. meist auch schon das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung vor und er kann die Befunde und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

 Bei plötzlich eintretenden oder sehr heftigen Schmerzen und bei sehr starken Blutungen oder Fieber sollten Sie aber sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen. Auch wenn Sie unsicher sind und noch Fragen zum normalen Heilungsverlauf haben, wird Ihnen in der Praxis niemand böse sein, wenn Sie sich telefonisch Rat holen.
Ausschabung (fraktionierte Abrasio)

Die Ausschabung der Gebärmutter und damit die Entfernung der Gebärmutterschleimhaut ist der von Frauenärzten am häufigsten durchgeführte Routineeingriff. Sie wird entweder aus diagnostischen Gründen z.B. bei Blutungsstörungen oder auch therapeutisch z.B. bei verstärkten oder verlängerten Regelblutungen vorgenommen. Die Entfernung der Gebärmutterschleimhaut ist für den Körper kein ungewöhnlicher Prozess: Die Schleimhaut wird auch natürlicherweise jeden Monat in Form der Regelblutung vom Körper abgestoßen und anschließend wieder aufgebaut – bis zur nächsten Regelblutung.

Sie werden wie bei der Routineuntersuchung beim Frauenarzt auf dem gynäkologischen Stuhl gelagert. Zuerst werden Schamlippen, Scheide und ein Teil der Oberschenkel desinfiziert. Der Gebärmuttermund wird mit speziellen Instrumenten festgehalten und der Gebärmutterhals (Zervix) vorsichtig erweitert.
Anschließend wird mit einer Kurette – einer Art Löffel mit scharfen Rändern – der Gebärmutterhals und die Gebärmutterhöhle vorsichtig ausgeschabt und die Gebärmutterschleimhaut damit abgetragen. Das dabei gewonnene Gewebe wird dabei aufgefangen, mit Formaldehyd konserviert und zur feingeweblichen Untersuchung an den Pathologen (Facharzt, der das Gewebe untersucht) weitergeleitet.

Häufig wird der Eingriff auch noch durch eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) ergänzt, bei der durch Scheide und Gebärmutterhals ein optisches Instrument mit Lichtquelle in das Innere der Gebärmutter eingeführt wird. Hierbei kann der Arzt unter Sichtkontrolle mit entsprechenden Instrumenten auffällige Schleimhautbezirke wie z.B. kleine Schleimhautausstülpungen (Polypen) entfernen und zur Untersuchung unter dem Mikroskop weiterleiten.

Am häufigsten wird eine Gebärmutterausschabung aus diagnostischen Gründen bei Blutungsstörungen empfohlen. Dies können z.B. unregelmäßige oder zu starke Blutungen oder ein Wiederauftreten von Blutungen nach den Wechseljahren sein. Meistens stecken harmlose Ursachen hinter diesen Störungen wie hormonelle Störungen, gutartige Tumoren der Gebärmuttermuskulatur (Myome) oder Ausstülpungen der Gebärmutterschleimhaut (Polypen). In seltenen Fällen können aber auch bösartige Ursachen wie ein Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) dahinterstecken, dem man dann mittels der Ausschabung und ggf. der Gebärmutterspiegelung auf die Spur kommen würde. Auch auffällige Zellabstriche bei der Vorsorgeuntersuchung oder verdächtige Befunde im Ultraschall können mittels einer Gebärmutterausschabung abgeklärt werden.

Die Ausschabung bei zu starken und/oder verlängerten Regelblungen kann auch gleichzeitig die Therapie darstellen. Dies ist z.B. dann der Fall wenn während eines verlängerten Zyklus (z.B. bei fehlendem Eisprung im Rahmen der langsam beginnenden Wechseljahre) die Schleimhaut zu stark aufgebaut wurde oder wenn die Gebärmutter sich aufgrund gutartiger Geschwülste in der Muskulatur nicht richtig zusammenziehen und dann die Blutung nicht richtig stoppen kann.

 

Welche Betäubungsmethode wird in der Regel angewandt?

Die Gebärmutterausschabung wird in der Regel in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt, die eingeleitet wird sobald Sie auf dem gynäkologischen Stuhl gelagert worden sind.

 
Wie lange dauert der Eingriff durchschnittlich?

Die Gebärmutterausschabung dauert in der Regel nur 5-10 Minuten.

 

Wie ist das Risiko einzuschätzen?

Die Gebärmutterausschabung ist ein risikoarmer Routineeingriff, der problemlos ambulant vorgenommen werden kann.
 Über sehr seltene, aber nicht hundertprozentig auszuschließende Komplikationen wie Verletzungen der Gebärmutter, Thrombose oder Infektionen wird Ihr Arzt Sie vor dem Eingriff umfassend aufklären.

 

Was müssen Sie vor dem Eingriff beachten?
Am Tag des Eingriffs sollten Sie nüchtern in die Praxis kommen, d.h. für Sie mindestens 6 Stunden vor dem Eingriff nicht essen, trinken, rauchen oder Kaugummi kauen. Falls Sie regelmäßig Medikamente brauchen, können Sie diese in Absprache mit dem Narkosearzt mit etwas Wasser wie gewohnt einnehmen.
 
Was geschieht nach dem Eingriff und was ist zu beachten?
 
Auch bei der ambulanten Gebärmutterausschabung bleiben Sie nach dem Eingriff noch für einige Stunden unter Beobachtung – so lange bis Sie sich fitt für den Heimweg fühlen. Die Narkose wird relativ schnell nachlassen, so dass sie bald wieder ansprechbar sind. Bis Sie wieder völlig klar im Kopf sind, kann es aber noch etwas länger dauern. Sie dürfen daher am Tag des Eingriffs nicht selbst Auto fahren und sollten sich auch nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg machen. Lassen Sie sich von Angehörigen oder Freunden abholen oder nehmen Sie ein Taxi nach Hause. Noch mehrere Stunden nach dem Eingriff können sie erschöpft und schläfrig sein. Legen Sie sich also ruhig ins Bett und ruhen sich aus. Einige Schritte sollten Sie aber noch am Operationstag laufen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.
Die ersten Tage nach dem Eingriff besteht noch eine Wundblutung, wobei der Blutverlust dabei meist sehr gering ist. Nach 3-5 Tagen kann die Blutung noch einmal etwas zunehmen, vergleichbar mit einer normalen Regelblutung. Nachfolgend kann noch für etwa 14 Tage bis zur nächsten Regelblutung ein blutig/bräunlicher Ausfluss bestehen.
Eventuell spüren sie in der ersten Zeit nach dem Eingriff leicht ziehende Schmerzen, ähnlich den normalen Menstruationsbeschwerden. Hierüber brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. 
Da der Muttermund in der ersten Zeit noch etwas geöffnet ist sollten Sie in den ersten drei Wochen nach dem Eingriff nicht baden oder Schwimmen gehen, keinen Geschlechtsverkehr haben, keine Tampons benutzen und auf Saunabesuche verzichten. Eine körperliche Schonung wird für etwa eine Woche empfohlen.
Hatten Sie vor dem Eingriff regelmäßige Monatsblutungen ist mit der nächsten Regelblutung etwa 4-8 Wochen nach der Ausschabung zu rechnen. Schon vor dieser Blutung kann aber eine Schwangerschaft eintreten, so dass Sie auch in diesem Zeitraum auf Empfängnisverhütung achten sollten. Eine Schwangerschaft sollte frühestens drei Monate nach dem Eingriff geplant werden.
 
 
Wann findet in der Regel der nächste Arzttermin statt?
 
Noch am Tag des Eingriffs, wird Ihr Arzt Ihnen mitteilen, wann Sie zur nächsten Kontrolluntersuchung wiederkommen sollen. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie diesen Termin unbedingt einhalten. Zu diesem Zeitpunkt liegt Ihrem Arzt dann meist auch schon das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung vor und er kann die Befunde und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.
Bei plötzlich eintretenden oder sehr heftigen Schmerzen und bei sehr starken Blutungen oder Fieber sollten Sie aber sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen. 
 
Gebärmutterspiegelung mit Ausschabung (Hysteroskopie und Abrasio)

Hierbei handelt es sich um die Kombination einer Ausschabung und einer Gebärmutterspiegelung.

Behandlung bei Fehlgeburten (Abortkürettage)

Eine Fehlgeburt ist leider ein nicht seltenes Ereignis. Die Anzahl von Schwangerschaften, die vor der 12. Schangerschaftswoche mit einer Blutung enden (Abort) ist fast so hoch, wie die Zahl von erfolgreichen Schwangerschaftsverläufen. Ein Sonderfall ist die verhaltene Fehlgeburt (missed abortion). Die zunächst lebende Frucht stirbt dabei unbemerkt ab und bei einer folgenden Ultraschalluntersuchhung kann dann kein Wachstum oder kein Herzschlag mehr erkennbar sein, ohne dass es zu einer Blutung oder Beschwerden gekommen ist. Die Ursachen für eine Fehlgeburt liegen fast immer bei der Frucht und nicht an der Frau. 

Häufig ist es notwendig eine begonnene Fehlgeburt oder eine verhaltene Fehlgeburt mit einer Ausschabung zu beenden.

 
Was passiert bei diesem Eingriff?

Sie werden wie bei der Routineuntersuchung beim Frauenarzt auf dem gynäkologischen Stuhl gelagert. Zuerst werden Schamlippen, Scheide und ein Teil der Oberschenkel desinfiziert. Der Gebärmuttermund wird mit speziellen Instrumenten festgehalten und der Gebärmutterhals (Zervix) vorsichtig erweitert.

Anschließend wird mit einem schonenden Saugverfahren das Schwangerschaftsmaterial aus der Gebärmutter entfernt. Das dabei gewonnene Gewebe wird aufgefangen, mit Formaldehyd konserviert und mit ihrer Zustimmung zur feingeweblichen Untersuchung an den Pathologen (Facharzt, der das Gewebe untersucht) weitergeleitet.

 

Welche Betäubungsmethode wird in der Regel angewandt?

Der Eingriff wird in der Regel in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt, die eingeleitet wird sobald Sie auf dem gynäkologischen Stuhl gelagert worden sind.

 
Wie lange dauert der Eingriff durchschnittlich?

In der Regel nur 5-10 Minuten.

 

Wie ist das Risiko einzuschätzen?

Die Ausschabung bei einer Fehlgeburt ist ein risikoarmer Routineeingriff, der problemlos ambulant vorgenommen werden kann.
 Über sehr seltene, aber nicht hundertprozentig auszuschließende Komplikationen wie Verletzungen der Gebärmutter, Thrombose oder Infektionen wird Ihr Arzt Sie vor dem Eingriff umfassend aufklären.

 

Was müssen Sie vor dem Eingriff beachten?
Am Tag des Eingriffs sollten Sie nüchtern in die Praxis kommen, d.h. für Sie mindestens 6 Stunden vor dem Eingriff nicht essen, trinken, rauchen oder Kaugummi kauen. Falls Sie regelmäßig Medikamente brauchen, können Sie diese in Absprache mit dem Narkosearzt mit etwas Wasser wie gewohnt einnehmen.
 
Was geschieht nach dem Eingriff und was ist zu beachten?
 
Auch bei der ambulanten Behandlung einer Fehlgeburt bleiben Sie nach dem Eingriff noch für einige Stunden unter Beobachtung – so lange bis Sie sich fitt für den Heimweg fühlen. Die Narkose wird relativ schnell nachlassen, so dass sie bald wieder ansprechbar sind. Bis Sie wieder völlig klar im Kopf sind, kann es aber noch etwas länger dauern. Sie dürfen daher am Tag des Eingriffs nicht selbst Auto fahren und sollten sich auch nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg machen. Lassen Sie sich von Angehörigen oder Freunden abholen oder nehmen Sie ein Taxi nach Hause. Noch mehrere Stunden nach dem Eingriff können sie erschöpft und schläfrig sein. Legen Sie sich also ruhig ins Bett und ruhen sich aus. Einige Schritte sollten Sie aber noch am Operationstag laufen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.
Die ersten Tage nach dem Eingriff besteht noch eine Wundblutung, wobei der Blutverlust dabei meist sehr gering ist. Nach 3-5 Tagen kann die Blutung noch einmal etwas zunehmen, vergleichbar mit einer normalen Regelblutung. Nachfolgend kann noch für etwa 14 Tage bis zur nächsten Regelblutung ein blutig/bräunlicher Ausfluss bestehen.
Eventuell spüren sie in der ersten Zeit nach dem Eingriff leicht ziehende Schmerzen, ähnlich den normalen Menstruationsbeschwerden. Hierüber brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. 
Da der Muttermund in der ersten Zeit noch etwas geöffnet ist sollten Sie in den ersten drei Wochen nach dem Eingriff nicht baden oder Schwimmen gehen, keinen Geschlechtsverkehr haben, keine Tampons benutzen und auf Saunabesuche verzichten. Eine körperliche Schonung wird für etwa eine Woche empfohlen.
Hatten Sie vor dem Eingriff regelmäßige Monatsblutungen ist mit der nächsten Regelblutung etwa 4-8 Wochen nach der Ausschabung zu rechnen. Eine Schwangerschaft sollte frühestens drei Monate nach dem Eingriff geplant werden.
 
 
Wann findet in der Regel der nächste Arzttermin statt?
 
Noch am Tag des Eingriffs, wird Ihr Arzt Ihnen mitteilen, wann Sie zur nächsten Kontrolluntersuchung wiederkommen sollen. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie diesen Termin unbedingt einhalten. Zu diesem Zeitpunkt liegt Ihrem Arzt dann meist auch schon das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung vor und er kann die Befunde und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.
Bei plötzlich eintretenden oder sehr heftigen Schmerzen und bei sehr starken Blutungen oder Fieber sollten Sie aber sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen. 
 

Operationen am Muttermund

Kegelschnitt (Konisation)

 

Bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung entnimmt der Arzt mit einem Tupfer Zellen von Muttermund (Portio) und Gebärmutterhals (Zervix). Dieser Zellabstrich (sogenannter PAP-Abstrich) wird an den Pathologen weitergeleitet, der die Zellen mit bestimmten Farbstoffen anfärbt und unter dem Mikroskop untersucht. Ziel dieser Untersuchung ist es, Krebsvorstufen möglichst frühzeitig zu entdecken. Ist der Befund suspekt oder findet der Pathologe bereits krebsartige Zellveränderungen, wird Ihr Arzt Ihnen zur weiteren Diagnostik oder auch zur Therapie möglicherweise eine Konisation, d.h. die Entnahme eines kegelförmigen Gewebestücks aus dem Gebärmutterhals, empfehlen.

 

Was passiert bei dem Eingriff?

Sie werden wie bei der Routineuntersuchung beim Frauenarzt auf dem gynäkologischen Stuhl gelagert. Zuerst werden Schamlippen, Scheide und ein Teil der Oberschenkel mit Jodlösung desinfiziert. Anschließend führt der Arzt eine Art Hohltrichter (Spekulum) in die Scheide ein und stellt den Muttermund dar. Dann wird ein nach oben spitz zulaufendes kegelförmiges Gewebestück entnommen, dass die verdächtigen Schleimhautbezirke und einen Rand gesunden Gewebes umfasst. Bei Frauen mit noch bestehendem Kinderwunsch entfernt man einen möglichst flachen Kegel, damit der Muttermund bei einer zukünftigen Schwangerschaft noch seine Funktion erfüllt. Nach der Menopause wird meist ein spitzerer Kegel entfernt.
Der eigendliche Schnitt erfolgt mit einer Elektroschlinge, die zugelich für eine Blutstillung sorgt. Falls nötig kann das Wundbett noch mit einer elektrischen Kugelelektrode verschorft werden.
 In manchen Fällen muss zur Blutstillung auch eine Naht gesetzt werden.

Anschließend wird immer eine Ausschabung des verbliebenen Gebärmutterhalses, manchmal auch der Gebärmuttterhöhle, mit einer Kurette – ein Art Löffel mit scharfen Rändern – vorgenommen.
Das erhaltende Gewebe wird aufgefangen, mit Formaldehyd fixiert und zur weiteren Untersuchung an den Pathologen (Facharzt, der das entnommene Gewebe untersucht) geschickt. 

 

Wann rät Ihnen der Arzt zu diesem Eingriff?

Eine Konisation empfiehlt sich meistens dann, wenn im PAP-Abstrich bei der Vorsorgeuntersuchung mehrfach suspekte Zellen gefunden wurden. Hier dient die Methode vor allem zu diagnostischen Zwecken.
 Hat der Pathologe im PAP-Abstrich bereits ein frühes Krebsstadium festgestellt, kann die Konisation mit der Entfernung der veränderten Bereiche im Gesunden auch bereits die Therapie darstellen.

 

Welche Betäubungsmethode wird in der Regel angewandt?

In der Regel wird der Eingriff in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt, die eingeleitet wird sobald Sie auf dem gynäkologischen Stuhl gelagert wurden.

 

Wie lange dauert der Eingriff durchschnittlich?

Im Durchschnitt dauert der Eingriff etwa 20 bis 30 Minuten.

 

Wer ist eventuell nicht für diese Operation geeignet?

Bei schwangeren Frauen mit auffälligen Krebsabstrichen versucht man die Gewebeentnahme auf einen Zeitpunkt nach der 30. Schwangerschaftswoche zu verlegen, da das Kind bei einer eventuellen Geburtsauslösung dann besser Überlebenschancen hat. Besteht der Verdacht, dass eventuell Entzündungen zu den suspekten Zellveränderungen geführt haben, sollten diese vor der Konisation zuerst behandelt werden.

 

Wie ist das Risiko einzuschätzen?

Im Prinzip ist die Konisation ein risikoarmer Routineeingriff, der problemlos ambulant vorgenommen werden kann. Die häufigste Komplikation stellen Nachblutungen dar, die sowohl direkt nach dem Eingriff als auch noch einmal nach etwa 8 Tagen auftreten können, wenn sich der Wundschorf löst. In der Regel lassen sich diese Blutungen aber problemlos beherrschen und nehmen kein lebensbedrohliches Ausmaß an.
Über weitere sehr seltene Komplikationen wie Verletzungen der Gebärmutter, Entzündungen oder Thrombosen wird Ihr Arzt Sie vor dem Eingriff umfassend aufklären.

 

Was ist vorbereitend zu beachten?

Im Vorfeld wird eine umfassende gynäkologische Untersuchung durchgeführt und die Narkosefähigkeit durch einen Anästhesisten geprüft. Am Tag des Eingriffs sollten Sie nüchtern in die Praxis kommen, d.h. für Sie mindestens 6 Stunden vor dem Eingriff nicht essen, trinken, rauchen oder Kaugummi kauen. Falls Sie regelmäßig Medikamente brauchen, können Sie diese in Absprache mit dem Narkosearzt mit etwas Wasser wie gewohnt einnehmen. 
Der Eingriff sollte nicht zum Zeitpunkt der Periodenblutung, sondern möglichst in der ersten Zyklushälfte nach der letzten Regelblutung durchgeführt werden.

 

Was geschieht nach der Operation und was ist zu beachten?

Auch bei der ambulanten Konisation bleiben Sie nach dem Eingriff noch für einige Zeit unter Beobachtung – so lange bis Sie sich fitt für den Heimweg fühlen. Die Narkose wird relativ schnell nachlassen, so dass sie bald wieder ansprechbar sind. Bis Sie wieder völlig klar im Kopf sind, kann es aber noch etwas länger dauern. Sie dürfen daher am Tag des Eingriffs nicht selbst Auto fahren und sollten sich auch nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg machen. Lassen Sie sich von Angehörigen oder Freunden abholen oder nehmen Sie ein Taxi nach Hause. Noch mehrere Stunden nach dem Eingriff können sie erschöpft und schläfrig sein. Legen Sie sich also ruhig ins Bett und ruhen sich aus. Einige Schritte sollten Sie aber noch am Operationstag laufen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.
In der ersten Woche können noch Blutungen auftreten , die aber in der Regel deutlich geringer sind als die normale Monatsblutung. Bei stärkeren Blutung legt der Arzt eventuell eine Tamponade in die Scheide ein, die dann nach 1-2 Tagen wieder gezogen wird.
Am 8. bis 9. Tag löst sich der Wundschorf, was mit dem Risiko einer erneuten Wundblutung verbunden ist. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten Sie sich auf jeden Fall körperlich schonen.
Eine vorübergehende Temperaturerhöhung bis zu 38° C kann nach dem Eingriff normal sein. Steigt die Temperatur stärker an, sollten Sie umgehend Kontakt mit Ihrem behandelnden Arzt aufnehmen.
3-4 Wochen nach dem Eingriff sollten Sie weder schwimmen noch baden, keinen Geschlechtsverkehr haben und auf Tampons verzichten. Auch mit sportlichen Aktivitäten sollten Sie sich wegen der Nachblutungsgefahr noch zurückhalten. Duschen können Sie bereits am Tag nach dem Eingriff. Für einen Zeitraum von 4-6 Monaten sollten Sie für eine sichere Empfängnisverhütung sorgen.

 

Wann findet in der Regel der nächste Arztbesuch statt?

Der nächste Arztbesuch findet bei unkompliziertem Heilungsverlauf in der Regel nach 4 Tagen statt. Zu diesem Zeitpunkt liegt Ihrem Arzt dann auch schon das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung vor und er kann die Befunde und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen. Ihr Arzt wird dann auch entscheiden, ob Sie Ihre gewohnten Aktivitäten im vollen Umfang wieder aufnehmen können.
Beim Auftreten von Fieber über 38° C oder starken Blutungen sollten Sie umgehend Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.
Auch wenn Sie unsicher sind und noch Fragen zum normalen Heilungsverlauf haben, wird Ihnen in der Praxis niemand böse sein, wenn Sie sich telefonisch Rat holen.

 

Operationen am Scheideneingang und den Schamlippen

Operationen an den Schamlippen und am Scheideneingang
 
 
Es gibt Veränderungen der Schamlippen und des Scheideneinganges (Vulva), die einer operativen Therapie bedürfen. Fälschlicherweise werden die Schamlippen und die umgebenden anatomischen Strukturen, wie bsw. der Kitzler häufig als "Scheide" bezeichnet. Im medizinischen Sinn ist mit der Scheide aber nur der innere Anteil des Scheidenschlauches gemeint. Die äußeren Anteile werden im Deutschen als große und kleine Schamlippen bezeichnet.
Ähnlich den Veränderungen am Muttermund, die wir als Krebsvorstufen erkennen und behandeln können, gibt es solche Veränderungen auch an den Schamlippen bzw. dem Scheideneingang. Diese zu erkennen und zu behandeln ist auch Teil einer umfassenden frauenheilkundlichen Krebsvorsorge.
 
Die operative Therapie von Veränderungen des äußeren Geschlechtsorgane muß sehr individuell auf die Patientin und auf die Erkrankung abgestimmt werden. Ist eine Operation die Methode der Wahl, so besteht diese meist in einer vollständigen Entfernung der Veränderung. Dabei sollte es durch die Operation zu möglichst wenig sichtbaren Veränderungen am äußeren Genitale kommen. 

 

Was passiert bei dem Eingriff?

Sie werden wie bei der Routineuntersuchung beim Frauenarzt auf dem gynäkologischen Stuhl gelagert. Zuerst werden Schamlippen, Scheide und ein Teil der Oberschenkel mit Jodlösung desinfiziert. Die Areale, die entfernt werden sollen werden erneut mit einem sterilen Stift markiert und die Umschneidungsfigur wird angezeichnet. Der Schnitt erfolgt dann entweder mit einem Skalpell oder mit einem elektrischem Messer. Die entstandene Wunde wird dann in einzelnen Schichten verschlossen. Es handelt sich dabei meistens um ein selbst auflösbares Nahtmaterial, so dass später keine Fäden entfernt werden müssen. Das entnommene Gewebe wird gekennzeichnet, mit Formaldehyd fixiert und zur weiteren Untersuchung an den Pathologen (Facharzt, der das entnommene Gewebe untersucht) geschickt.

 

Welche Betäubungsmethode wird in der Regel angewandt?

In der Regel wird der Eingriff in Vollnarkose durchgeführt, die eingeleitet wird sobald Sie auf dem gynäkologischen Stuhl gelagert wurden.

 

Wie lange dauert der Eingriff durchschnittlich?

Im Durchschnitt dauert der Eingriff etwa 20 bis 30 Minuten.

 

Wie ist das Risiko einzuschätzen?

Im Prinzip ist eine Operation am äußeren Genitale ein risikoarmer Routineeingriff, der problemlos ambulant vorgenommen werden kann. Die häufigste Komplikation stellen Nachblutungen oder Eröffnung der Wunde dar, die sowohl direkt nach dem Eingriff als auch noch einmal nach einigen Tagen auftreten können, wenn sich der Wundschorf löst. In der Regel lassen sich diese Komplikationen aber problemlos beherrschen und nehmen kein lebensbedrohliches Ausmaß an.
Über weitere sehr seltene Komplikationen werden Sie vor dem Eingriff umfassend aufklären.

 

Was ist vorbereitend zu beachten?

Im Vorfeld wird eine umfassende gynäkologische Untersuchung durchgeführt und die Narkosefähigkeit durch einen Anästhesisten geprüft. Am Tag des Eingriffs sollten Sie nüchtern in die Praxis kommen, d.h. für Sie mindestens 6 Stunden vor dem Eingriff nicht essen, trinken, rauchen oder Kaugummi kauen. Falls Sie regelmäßig Medikamente brauchen, können Sie diese in Absprache mit dem Narkosearzt mit etwas Wasser wie gewohnt einnehmen.

 

Was geschieht nach der Operation und was ist zu beachten?

Auch bei einer ambulanten Operation bleiben Sie nach dem Eingriff noch für einige Zeit unter Beobachtung – so lange bis Sie sich fitt für den Heimweg fühlen. Die Narkose wird relativ schnell nachlassen, so dass sie bald wieder ansprechbar sind. Bis Sie wieder völlig klar im Kopf sind, kann es aber noch etwas länger dauern. Sie dürfen daher am Tag des Eingriffs nicht selbst Auto fahren und sollten sich auch nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg machen. Lassen Sie sich von Angehörigen oder Freunden abholen oder nehmen Sie ein Taxi nach Hause. Noch mehrere Stunden nach dem Eingriff können sie erschöpft und schläfrig sein. Legen Sie sich also ruhig ins Bett und ruhen sich aus. Einige Schritte sollten Sie aber noch am Operationstag laufen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Über die spezielle Versorgung ihrer Operatonswunde klärt sie der Operateur nach dem Eingriff gesondert auf.

 

Wann findet in der Regel der nächste Arztbesuch statt?

Der nächste Arztbesuch findet bei unkompliziertem Heilungsverlauf in der Regel nach 4 Tagen statt. Zu diesem Zeitpunkt liegt Ihrem Arzt dann auch schon das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung vor und er kann die Befunde und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen. Ihr Arzt wird dann auch entscheiden, ob Sie Ihre gewohnten Aktivitäten im vollen Umfang wieder aufnehmen können.
Beim Auftreten von Fieber über 38° C oder starken Blutungen sollten Sie umgehend Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.
Auch wenn Sie unsicher sind und noch Fragen zum normalen Heilungsverlauf haben, wird Ihnen in der Praxis niemand böse sein, wenn Sie sich telefonisch Rat holen.

 

Operationen durch Bauchspiegelung

diagnostische Bauchspiegelung

Bei vielen unklaren Beschwerdebildern im Bauch- und Beckenraum oder auch in der Abklärung einer ungewollten Kinderlosigkeit ist ein direkter Blick auf die inneren Organe wünschenswert. Die Gynäkologen waren die ersten, die diese Möglichkeit mittels der Bauchspiegelung (Laparoskopie) tatsächlich in größerem Umfang realisiert haben und seit Jahrzehnten praktizieren. Die Einführung eines Laparoskops – im Prinzip ein lichtleitender Glasstab mit aufgesetzter Kamera – erlaubt heute direkte Einblicke in das Innere des Menschen, ohne dass die Nachteile einer größeren Operation in Kauf genommen werden müssen. Durch Spezialinstrumente besteht dabei auch die Möglichkeit Proben für die feingewebliche oder mikrobiologische Untersuchung zu entnehmen

 

Was geschieht bei diesem Eingriff?

Zuerst muss ein Zugang zur inneren Bauchhöhle hergestellt werden. Dazu wird mit einer dickeren Spezialnadel durch die Bauchdecke gestochen. Als Einstichsort wird in der Regel die untere Bauchnabelgrube gewählt, da hier der Abstand zwischen Haut und Bachdecke am geringsten ist. Dies hat darüber hinaus auch kosmetische Vorteil, da die zurückbleibende Narbe an dieser Stelle später kaum zu sehen ist.
Vor dem Einstich (Punktion) wird sichergestellt, dass keine großen Gefäße oder Organe im Weg liegen und verletzt werden könnten. Erst dann wird der Arzt die Punktionsnadel setzen.
Auch nach der erfolgreichen Punktion muss der Operateur sich mit seinem Einblick noch etwas gedulden. Zuerst muss der Bauch ein wenig „aufgepumpt“ werden, damit die eng zusammenliegenden Organe und Darmschlingen dem Arzt nicht die Sicht versperren. Zu diesem Zweck wird an die liegende Kanüle ein keimfreier (steriler) Schlauch angeschlossen und mit einer Gaspumpe (Insufflator) verbunden. Dann wird unter ständiger Druckmessung Kohlendioxid (CO2) in den Bauchraum geleitet. Da der Druck im Bauchraum dabei die ganze Zeit kontrolliert wird, braucht keiner Angst haben zu „platzen“. Je nach Körpergröße wird die Bauchhöhle mit 2,5 bis 7 l Gas prall gefüllt, bis sich eine Art Kuppel bildet und der Operateur sich mit seinen Instrumenten sicher zwischen den Organen bewegen kann.
Für den Eingriff als solchen reicht die Punktionskanüle (Hohlnadel) mit ihrem kleinen Durchmesser noch nicht aus. Sie wird durch eine Plastik- oder Metallhülse (Trokar) ersetzt mit einem Durchmesser von 5 bis 12 mm. Dieser ist mit einem spitzen Ende zur Durchstoßung der Bauchdecken versehen, der dann wieder herausgezogen wird, so dass eine Art Hülse als Zugang zurückbleibt. Ein Ventil sorgt dafür, dass das eingeleitete Gas nicht wieder herausströmt. Auch während des Eingriffs wird entschwundenes Gas immer wieder ersetzt.
Erst jetzt wird das Laparoskop eingeführt. Zuerst verschafft sich der Operateur durch einen Rundumblick in der gesamten Bauchhöhle die notwendige Orientierung. Dabei werden nicht nur die Beckenorgane beurteilt, sondern auch die Oberbauchorgane wie Magen, Leber und Milz. Gar nicht so selten werden auf diese Weise krankhafte Befunde an Organen entdeckt, für die der Frauenarzt eigentlich primär gar nicht zuständig ist.
Um die Beckenorgane, also Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter besser beurteilen zu können, wird die Patientin auf dem Operations-Tisch mit dem Kopf nach unten gekippt, damit die Därme nach oben rutschen und den Blick frei geben.
Findet der Arzt einen verdächtigen Befund, kann er mit einer kleinen Zange Proben entnehmen. Außerdem besteht die Möglichkeit, durch Durchspülen mit Kontrastflüssigkeit die Durchgängigkeit der Eileiter zu überprüfen. Auch viele operative Eingriffe an den Beckenorganen können heute laparoskopisch durchgeführt werden. Bei Beendung des Eingriffs wird das Trokar vorsichtig unter Sicht durch die Kamera herausgezogen und der Baucheinschnitt durch wenige Nähte verschlossen. Das noch verbliebende Gas wird problemlos vom Körper aufgenommen und über die Lungen abgeatmet.

 


Wann rät Ihnen der Arzt zu diesem Eingriff?

Der Arzt wird immer dann eine diagnostische Bauchspiegelung (Laparoskopie) empfehlen, wenn er mit anderen Untersuchungsmethoden wie Ultraschall den Ursachen ihrer Beschwerden nicht auf die Spur kommt. Dies kann z.B. bei chronischen Unterbauchschmerzen der Fall sein.
 In manchen Fällen wird der Eingriff auch bei ganz speziellen Fragestellungen vorgenommen. Dies kann zum Beispiel die Überprüfung der Durchgängigkeit der Eileiter bei Kinderwunschpatientinnen sein.
Auch bei der Endometriose, einer Erkrankung bei der sich versprengte Gebärmutterschleimhaut-Inseln im gesamten Bauchraum befinden und starke Beschwerden verursachen können, kommt der diagnostischen Bauchspiegelung (Laparoskopie) ein hoher Stellenwert zu.

 


Welche Betäubungsmethode wird in der Regel angewandt?


Die diagnostische Bauchspiegelung (Laparoskopie) wird in der Regel in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt. Für Sie heißt das: bis auf die Narkoseeinleitung bekommen Sie nichts mit, weder wie ihre Bauchwand durchstochen wird noch wie ihr Bauch „aufgepumpt“ wird. Sie wachen erst wieder auf, wenn alle Instrumente entfernt und der Eingriff vorbei ist.

 

Wie lange dauert der Eingriff durchschnittlich?

Die rein diagnostische Bauchspiegelung (Laparoskopie) dauert im Schnitt 10 bis 30 Minuten. Kommen operative Eingriffe hinzu, verlängert sich die Operations-Dauer natürlich entsprechend.

 

Wer ist eventuell nicht für diesen Eingriff geeignet?

Technisch schwierig oder auch unmöglich kann die Bauchspiegelung (Laparoskopie) bei sehr übergewichtigen Personen sein. Auch bei vielen Voroperationen im Bauchraum wird man von einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) eher abraten, da Verwachsungen im Bauch den Zugang behindern können.
Nicht durchgeführt werden darf der Eingriff bei Verdacht auf bösartige Erkrankungen und bei bestimmten internistischen Vorerkrankungen mit eingeschränkter Herz-Lungen-Funktion. Hierzu gehören zum Beispiel Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit, Angina pectoris und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD).
Auch Infektionen im Bauchraum wie die Bauchfellentzündung (Peritonitis) und Störungen der Blutgerinnung (Koagulopathien mit erhöhter Blutungsneigung, z.B. Markumar®-Therapie) können gegen eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) sprechen. Abgeraten wird eventuell auch bei Nabel- oder Narbenbrüchen (Hernien) oder bei Lücken im Zwerchfell (Hiatushernie), da die Gefahr besteht, dass durch den erhöhten Druck Bauchorgane in den Lücken eingeklemmt werden. Letztendlich liegt die Entscheidung bei Ihrem behandelnden Arzt, der Ihre individuellen Risiken nach den Voruntersuchungen abschätzen wird.

 

Wie ist das Risiko einzuschätzen?

Die Bauchspiegelung (Laparoskopie) ist bei der heutigen Technik ein sehr sicherer Eingriff. Trotzdem lassen sich wie bei jedem operativen Eingriff Komplikationen nicht hundertprozentig ausschließen. In den allermeisten Fällen sind sie aber beherrschbar, auch wenn in Einzelfällen ein zweiter Eingriff notwendig werden kann.
Über die Art und Häufigkeit der Komplikationen wie Blutungen, Organ- und Gefäßverletzungen oder Wundinfektionen wird Ihr Arzt Sie vor dem Eingriff umfassend aufklären.

 

Was müssen Sie vor dem Eingriff beachten?

Ab 22:00 Uhr sollten Sie am Vorabend des Eingriffs nüchtern bleiben, d.h. nichts essen oder trinken, nicht rauchen und auch kein Kaugummi kauen. Nehmen Sie wegen anderer Erkrankungen regelmäßig Medikamente, sollten Sie den Arzt bzw. Anästhesisten rechtzeitig vorher darüber informieren, da einige Medikamente wie z.B. blutverdünnende Substanzen einige Tage vor dem Eingriff abgesetzt werden sollten. Da der Bauch nach dem Eingriff noch etwas gebläht sein kann, sollten sie zum Operations-Termin möglichst lockere Kleidung tragen

 

Was geschieht nach dem Eingriff und was ist zu beachten?

Auch bei der ambulanten Bauchspiegelung (Laparoskopie) bleiben Sie nach dem Eingriff noch für einige Stunden unter Beobachtung – so lange bis Sie sich fitt für den Heimweg fühlen. Die Narkose wird relativ schnell nachlassen, so dass sie bald wieder ansprechbar sind. Bis Sie wieder völlig klar im Kopf sind, kann es aber noch etwas länger dauern. Sie dürfen daher am Tag des Eingriffs nicht selbst Auto fahren und sollten sich auch nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg machen. Lassen Sie sich von Angehörigen oder Freunden abholen oder nehmen Sie ein Taxi nach Hause. Noch mehrere Stunden nach dem Eingriff können sie erschöpft und schläfrig sein. Legen Sie sich also ruhig ins Bett und ruhen sich aus. Einige Schritte sollten Sie aber noch am Operationstag laufen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.
Noch in der Praxis wird der Arzt Ihnen etwas über den Operationsverlauf und ggf. den Befund mitteilen können. Feingewebliche Untersuchungen brauchen natürlich etwas längere Zeit – in der Regel eine Woche.
Bedingt durch die Narkose kann bei einigen Patienten nach der Operation eine leichte Übelkeit auftreten, die aber bald wieder abklingt.
 Mit größeren Schmerzen ist nach einer diagnostischen Bauchspiegelung (Laparoskopie) nicht zu rechnen. Einige Patienten klagen über rechtsseitige Schulterschmerzen. Als Ursache wird eine Nervenreizung vermutet, die durch den erhöhten Druck im Bauchraum mit Verlagerung der Leber entsteht. Etwas Bewegung oder Lagerung im Bett mit einem Kissen unter dem Gesäß kann Abhilfe schaffen – falls nicht, hilft ein leichtes Schmerzmittel.
Bekommen Sie keinen Schreck wenn sich auf Ihrem Bauch ein größeres Pflaster befindet - die Wunde darunter ist wesentlich kleiner. In der Regel können sie nach 1-2 Tagen duschen, wobei die Wunde nicht eingeseift und gut trocken getupft werden sollte.

 

Wann findet in der Regel der nächste Arzttermin statt?

Noch am Tag des Eingriffs, wird Ihr Arzt Ihnen mitteilen, wann Sie zur nächsten Kontrolluntersuchung wiederkommen sollen. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie diesen Termin unbedingt einhalten. Sobald die Untersuchungsergebnisse vorliegen, wird Ihr Arzt den Befund und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen. Außerdem werden an einem dieser Termine die Fäden gezogen.
Bekommen Sie zu Hause Fieber oder starke Schmerzen oder stellen Sie an der Wunde Rötungen und andere Entzündungszeichen fest, sollten Sie umgehend mit dem Arzt Kontakt aufnehmen. Auch wenn Sie unsicher sind und noch Fragen zum normalen Heilungsverlauf haben, wird Ihnen in der Praxis niemand böse sein, wenn Sie sich telefonisch Rat holen.

Sterilisation

Nach abgeschlossener Familienplanung ist die Sterilisation der Frau – d.h. die operative Durchtrennung der Eileiter - einer der sichersten Formen der Empfängnisverhütung. Sie sollten aber in Ihrer Entscheidung, keine Kinder mehr zu wollen, sehr sicher sein, da der Eingriff praktisch nicht wieder rückgängig zu machen ist. Circa 6% aller Frauen in Deutschland haben sich für diese endgültige Form der Empfängnisverhütung entschieden. Die Eileiterdurchtrennung wird mittels einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) vorgenommen und kann problemlos ambulant durchgeführt werden.

 

Was geschieht bei diesem Eingriff?

Zuerst muss ein Zugang zur inneren Bauchhöhle hergestellt werden. Dazu wird mit einer dickeren Spezialnadel durch die Bauchdecke gestochen. Als Einstichsort wird in der Regel die untere Bauchnabelgrube gewählt, da hier der Abstand zwischen Haut und Bachdecke am geringsten ist. Dies hat darüber hinaus auch kosmetische Vorteile, da die zurückbleibende Narbe an dieser Stelle später kaum zu sehen ist.
Vor dem Einstich (Punktion) wird sichergestellt, dass keine großen Gefäße oder Organe im Weg liegen und verletzt werden könnten. Erst dann wird der Arzt die Punktionsnadel setzen.
Auch nach der erfolgreichen Punktion muss der Operateur sich mit seinem Einblick noch etwas gedulden. Zuerst muss der Bauch ein wenig „aufgepumpt“ werden, damit die eng zusammenliegenden Organe und Darmschlingen dem Arzt nicht die Sicht versperren. Zu diesem Zweck wird an die liegende Kanüle ein keimfreier (steriler) Schlauch angeschlossen und mit einer Gaspumpe (Insufflator) verbunden. Dann wird unter ständiger Druckmessung Kohlendioxid (CO2) in den Bauchraum geleitet. Da der Druck im Bauchraum dabei die ganze Zeit kontrolliert wird, braucht keiner Angst haben zu „platzen“. Je nach Körpergröße wird die Bauchhöhle mit 2,5 bis 7 l Gas prall gefüllt, bis sich eine Art Kuppel bildet und der Operateur sich mit seinen Instrumenten sicher zwischen den Organen bewegen kann.
Für den Eingriff als solchen reicht die Punktionskanüle (Hohlnadel) mit ihrem kleinen Durchmesser noch nicht aus. Sie wird durch eine Plastik- oder Metallhülse (Trokar) ersetzt mit einem Durchmesser von 5 bis 12 mm. Dieser ist mit einem spitzen Ende zur Durchstoßung der Bauchdecken versehen, der dann wieder herausgezogen wird, so dass eine Art Hülse als Zugang zurückbleibt. Ein Ventil sorgt dafür, dass das eingeleitete Gas nicht wieder herausströmt. Auch während des Eingriffs wird entschwundenes Gas immer wieder ersetzt. Für das Einführen von Instrumenten wird ein zweiter kleiner Schnitt meist direkt über der Schamhaargrenze gesetzt.
Nach Einführung des optischen Instruments Laparoskops verschafft sich der Operateur einen zuerst einen Überblick über die Bauch und Becken- und Beckenorgane. Dann werden beidseitig die Eileiter durchtrennt- entweder durch das Setzen einer Kunststoffklammer, Durchtrennen mit dem Skalpell oder Verschweißen mit Hitze (Thermokaogulation). Der so behandelte Eileiterabschnitt ist danach nicht mehr durchgängig, d.h. Eizellen und Spermien können nicht mehr zusammenkommen.
Bei Beendung des Eingriffs wird das Trokar vorsichtig unter Sicht durch die Kamera herausgezogen und die Baucheinschnitte durch wenige Nähte verschlossen. Das noch verbliebende Gas wird problemlos vom Körper aufgenommen und über die Lungen abgeatmet.

 

Wann rät Ihnen der Arzt zu diesem Eingriff?

Eine Sterilisation empfiehlt sich als Verhütungsmethode immer dann, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist und man sich definitiv sicher ist, keine Kinder mehr zu wollen. Viele Frauen wünschen sich diese Art der Verhütung, da die regelmäßige Einnahme der „Pille“ wegfällt und sie sich nicht mehr ständig mit dem Thema Verhütung beschäftigen müssen.

 

Welche Betäubungsmethode wird in der Regel angewandt?

Die Eileiterdurchtrennung wird in der Regel in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt. Für Sie heißt das: bis auf die Narkoseeinleitung bekommen Sie nichts mit, weder wie ihre Bauchwand durchstochen wird noch wie ihr Bauch „aufgepumpt“ wird. Sie wachen erst wieder auf, wenn alle Instrumente entfernt und der Eingriff vorbei ist.

 

Wie lange dauert der Eingriff durchschnittlich?

Der Eingriff dauert etwa 30 Minuten.

 

Wer ist eventuell nicht für diesen Eingriff geeignet?

Technisch schwierig oder auch unmöglich kann die Bauchspiegelung (Laparoskopie) bei sehr übergewichtigen Personen sein. Auch bei vielen Voroperationen im Bauchraum wird man von einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) eher abraten, da Verwachsungen im Bauch den Zugang behindern können.

Nicht durchgeführt werden darf der Eingriff bei Verdacht auf bösartige Erkrankungen und bei bestimmten internistischen Vorerkrankungen mit eingeschränkter Herz-Lungen-Funktion. Hierzu gehören zum Beispiel Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit, Angina pectoris und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD).
Auch Infektionen im Bauchraum wie die Bauchfellentzündung (Peritonitis) und Störungen der Blutgerinnung (Koagulopathien mit erhöhter Blutungsneigung, z.B. Markumar®-Therapie) können gegen eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) sprechen. Abgeraten wird eventuell auch bei Nabel- oder Narbenbrüchen (Hernien) oder bei Lücken im Zwerchfell (Hiatushernie), da die Gefahr besteht, dass durch den erhöhten Druck Bauchorgane in den Lücken eingeklemmt werden.
Letztendlich liegt die Entscheidung bei Ihrem behandelnden Arzt, der Ihre individuellen Risiken nach den Voruntersuchungen abschätzen wird.
Bei unter 35-Jährigen Frauen, die noch keine eigenen Kinder haben, wird der Arzt vielleicht eher abraten, da die Erfahrung besteht, dass dann doch noch irgendwann der Wunsch nach dem eigenen Kind aufkommt. Letztendlich entscheiden aber allein Sie, ob die Sterilisation für Sie die richtige Verhütungsmethode ist. Eine Einwilligung von Ehemann oder Partner ist nicht erforderlich.
Verboten ist in Deutschland die Sterilisation bei Minderjährigen und nicht-einwilligungsfähigen Personen.

 

Wie ist das Risiko einzuschätzen?

Die Eileiterdurchtrennung ist bei der heutigen Technik ein sehr sicherer Eingriff. Trotzdem lassen sich wie bei jedem operativen Eingriff Komplikationen nicht hundertprozentig ausschließen. In den allermeisten Fällen sind sie aber beherrschbar, auch wenn in Einzelfällen ein zweiter Eingriff notwendig werden kann.
Über die Art und Häufigkeit der Komplikationen wie Blutungen, Organ- und Gefäßverletzungen oder Wundinfektionen wird Ihr Arzt Sie vor dem Eingriff umfassend aufklären. In seltenen Fällen kann es durch Verletzung der Blutgefäße zum Eileiter zu einer nachfolgenden Minderdurchblutung der Eierstöcke mit einem vorzeitigem Einsetzen der Wechseljahe kommen.
Die Gefahr, nach einer Sterilisation doch noch ungewollt schwanger zu werden, ist gering. Der Eingriff ist zu 98 bis 99% erfolgreich. Von 1000 sterilisierten Frauen werden innerhalb eines Jahres nur ein bis drei schwanger (sogenannte Pearl-Index 0,1 bis 0,3).

 

Was müssen Sie vor dem Eingriff beachten?

Ab 22:00 Uhr sollten Sie am Vorabend des Eingriffs nüchtern bleiben, d.h. nichts essen oder trinken, nicht rauchen und auch kein Kaugummi kauen. Nehmen Sie wegen anderer Erkrankungen regelmäßig Medikamente, sollten Sie den Arzt bzw. Anästhesisten rechtzeitig vorher darüber informieren, da einige Medikamente wie z.B. blutverdünnende Substanzen einige Tage vor dem Eingriff abgesetzt werden sollten. Da der Bauch nach dem Eingriff noch etwas gebläht sein kann, sollten sie zum Operations-Termin möglichst lockere Kleidung tragen

 

Was geschieht nach dem Eingriff und was ist zu beachten?

Nach der Eileiterdurchtrennung bleiben Sie noch für einige Stunden unter Beobachtung – so lange bis Sie sich fitt für den Heimweg fühlen. Die Narkose wird relativ schnell nachlassen, so dass sie bald wieder ansprechbar sind. Bis Sie wieder völlig klar im Kopf sind, kann es aber noch etwas länger dauern. Sie dürfen daher am Tag des Eingriffs nicht selbst Auto fahren und sollten sich auch nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg machen. Lassen Sie sich von Angehörigen oder Freunden abholen oder nehmen Sie ein Taxi nach Hause. Noch mehrere Stunden nach dem Eingriff können sie erschöpft und schläfrig sein. Legen Sie sich also ruhig ins Bett und ruhen sich aus. Einige Schritte sollten Sie aber noch am Operationstag laufen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.
Bedingt durch die Narkose kann bei einigen Patienten nach der Operation eine leichte Übelkeit auftreten, die aber bald wieder abklingt.
Mit größeren Schmerzen ist nach einer Eileiterdurchtrennung nicht zu rechnen. Einige Patienten klagen über rechtsseitige Schulterschmerzen. Als Ursache wird eine Nervenreizung vermutet, die durch den erhöhten Druck im Bauchraum mit Verlagerung der Leber entsteht. Etwas Bewegung oder Lagerung im Bett mit einem Kissen unter dem Gesäß kann Abhilfe schaffen – falls nicht, hilft ein leichtes Schmerzmittel.
Bekommen Sie keinen Schreck wenn sich auf Ihrem Bauch größere Pflaster befinden - die Wunde darunter sind wesentlich kleiner. In der Regel können sie nach 1-2 Tagen duschen, wobei die Wunde nicht eingeseift und gut trocken getupft werden sollte. Auf ein Vollbad sollen Sie noch für etwa 5 Wochen verzichten.
Die empfängnisverhütende Wirkung ist praktisch sofort nach dem Eingriff vorhanden. Rückgängig gemacht werden kann der Eingriff nur durch komplizierte mikrochirurgische Operationen mit geringen Erfolgsaussichten.
Keine Auswirkungen bestehen auf den Hormonhauhalt, d.h. Sie bekommen wie bisher regelmäßig Ihre Tage. Auch die Lust auf Sex wird nicht verändert. Beachten sollten Sie aber, dass die Sterilisation zwar Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bietet, nicht aber vor sexuell übertragbaren Erkrankungen.

 

Wann findet in der Regel der nächste Arzttermin statt?

Noch am Tag des Eingriffs, wird Ihr Arzt Ihnen mitteilen, wann Sie zur nächsten Kontrolluntersuchung wiederkommen sollten. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie diesen Termin unbedingt einhalten.
Bekommen Sie zu Hause Fieber oder starke Schmerzen oder stellen Sie an der Wunde Rötungen und andere Entzündungszeichen fest, sollten Sie umgehend mit dem Arzt Kontakt aufnehmen. Auch wenn Sie unsicher sind und noch Fragen zum normalen Heilungsverlauf haben, wird Ihnen in der Praxis niemand böse sein, wenn Sie sich telefonisch Rat holen.